Ein Verkäuferdarlehen ist eine besondere Form des Darlehens, bei dem der bzw. die Verkäufer/-in Kaufenden einen Kredit einräumen. Für gewöhnlich ist dieser auf 5 bis 10 Prozent des Kaufpreises beschränkt. Eine Bank ist dabei nicht beteiligt. Des Weiteren werden Verkäuferkredite nachrangig besichert. Damit gehören sie zu den sogenannten Nachrangdarlehen, die Banken bei der Immobilienfinanzierung als Eigenkapital werten.
Bei Verkäuferdarlehen handelt es sich um eine Mischform aus Fremd- und Eigenkapital. Deshalb zählen sie zum Bereich der Mezzanine-Finanzierung. Darlehen dieser Art sind vor allem bei Unternehmenskäufen üblich. Manchmal kommen Verkäuferkredite aber auch für den Erwerb von Immobilien infrage.
Unterschied: Verkäufer- versus Immobilienkredit
Im Gegensatz zu einem Verkäuferdarlehen von Eltern oder anderen nahestehenden Personen erhältst du ein klassisches Immobiliendarlehen von einer Bank. Dieses deckt meist rund 70 bis 80 % des Kaufpreises ab – deutlich mehr als normalerweise ein Verkäuferkredit. Darüber hinaus wird ein Immobilienkredit erstrangig besichert (die zugehörige Grundschuld steht an erster Stelle im Grundbuch). Dadurch ist er wesentlich besser vor einem Zahlungsausfall der Kreditnehmenden geschützt als ein nachrangig besichertes Verkäuferdarlehen.